„… Following in the tracks of the Surrealists, Claudia Pomowski deals with the traditional subject in terms of depth psychology. She provides a decidedly modern, contemporary version of the danse macabre. The aesthetic experience of the picture gives an emotional indication of the traumatic experience connected with the horror of death and disease particularly at a time when metaphysical consolation by Christian transcendence has disappeared for many. Yet the combination of Eros and Thanatos in the picture also indicates the power of the pleasure principle. Thus, not least due to a kind of black humour, the horror of death and disease seems to be partly lessened by the pleasure of aesthetic experience.“  Prof. Dr. Gerhard Schröder

Die große Sonderausstellung „Pest!“ im Museum für Archäologie des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) in Herne ist sicherlich so aktuell wie keine andere in diesem Jahr der Corona-Pandemie. Leider ist das Archäologiemuseum, wie mittlerweile sämtliche Museen, seit drei Wochen geschlossen. Allerdings bietet das LWL-Museum mehrere digitale Führungen an. Das Museumsteam Herne und der Ausstellungskurator Dr. Stefan Leenen präsentieren auf YouTube unter dem Titel „Pest auf Sendung“ Exponate aus dem Ausstellungsraum und erklären anschaulich Wissenswertes. 

Die Museumsgestalterin Stefanie Dowidat hat in der Folge „Highlights der Ausstellung – Danse Macabre“ die Moderation zum Totentanzleuchtbild übernommen. Vielen lieben Dank und ein herzliches Glückauf ins Ruhrgebiet! 

 

 

 

 

50 Essential Contemporary Artists

Collage by Women presents 50 international women artists working in the field of collage today through a rigorous selection of their works. Curated by the Spanish collage artist Rebeka Elizegi, the book gives space to voices from all backgrounds, origins, and artistic expressions, and shows the wide variety of perspectives that are shaping the panorama of collage today, bringing to light a parallel effervescence of female artistic initiatives around the world. From emerging names to more well-known and established ones, the artists featured here are pushing back the boundaries of art…“ (Slanted Publishers)

Das Buch, erschienen beim Promopress Verlag, ist unter anderem im Centre Pompidou (Paris) und in der Tate Gallery (London) erhältlich.

 

 

 

 

 

In dem sehr empfehlenswerten Podcast „Microform“ des DFG-Graduiertenkollegs 2190, der sich mit der Literatur- und Wissensgeschichte kleiner Formen beschäftigt, wurde in einer Podcastfolge unter anderem der kurze Aufsatz der Wissenschaftshistorikerin Naomi Oreskes „The Scientific Consensus on Climate Change“ von 2004 analysiert. Naomi Oreskes Essay, der tatsächlich nur eine Seite umfasst, hat eine starke Verbreitung erfahren und dient mittlerweile als Standardreferenz zum Thema „Menschengemachter Klimawandel“. Seit dem Sommer 2019 beherrscht das Thema Klimawandel alle Medien und erreicht somit sicherlich jeden in unserer Gesellschaft.

Das Künstlerhaus „Lukas“ in Ahrenshoop stellt seit seinem Jahresfest, das im September begangen wurde, 20 Künstlerbücher von 20 BuchkünstlerInnen aus, die sich in Wort und Bild mit aktuellen gesellschaftlichen Themen auseinandergesetzt haben. Bei einem Besuch kann parallel dazu die Ausstellung „Schief ist schön – Susanne Nickel und ihr Kreis“ betrachtet werden.

 

 

Es sind nur noch wenige Tage. Am 20.9. 2019 beginnt die große Sonderausstellung „Pest!“ im LWL-Museum für Archäologie in Herne.

Im Februar diesen Jahres habe ich den Ideenwettbewerb zur Sonderausstellung gewonnen und seitdem begleitet mich das Thema durch die Monate. Die künstlerische Aufgabe des Wettbewerbs war einen Entwurf für eine fulminante, ca. 10 m x 5 m große Lichtwand, mit einer modernen Version des Totentanzes zu erstellen. Dieses Totentanzbild wird ein zentraler Bestandteil der Ausstellung sein. Eine wunderbare Aufgabe, als auch eine große Herausforderung, bei der die intensive Recherche und die Ideenfindung eine wahre kreative Freude waren. Entstanden ist eine komplexe Collage mit zeichnerischen Elementen.

Bei der Firma Viabild in Köln wurde vor Wochen ein Ausschnitt des finalen Wandbildes an einem Leuchtkasten getestet. Alle Anwesenden waren begeistert und erwarten nun mit großer Spannung und riesiger Vorfreude das Bild aufgebaut in den Museumsräumlichkeiten zu sehen.  

Herzlichen Dank an das großartige Team des Herner Museums für die gute Zusammenarbeit.

 

 

 

 

Bilder surrealer Landschaften, geschaffen aus Fragmenten einer industriellen Arbeitswelt um das Jahr 1940 herum. Alle drei Papiercollagen verschmelzen mit dem Hintergrund, der Patina auf Trockenbrettern, die im Sommer 2018 entstanden sind. Sie wirken zeit- und raumlos. Alle drei haben das Format  35 x 35 cm², zeichnen sich jedoch durch unterschiedliche Tiefen aus. Diese drei Papiercollagen waren im Mai in der Galeria PLEXI in Brasilien im Rahmen einer Internationalen Collage Art Exhibition zu sehen. Neun Künstler aus Brasilien und elf weitere bekannte Vertreter der Collage-Szene aus Frankreich, England, Italien, Portugal, Japan, Ungarn, Argentinien und Deutschland stellten dort aus. Ich freue mich sehr, mit meinen Arbeiten dabei gewesen zu sein, auch wenn es mir nicht möglich war, selbst nach Brasilien zu reisen. Einen herzlichen Dank an den Kurator Kin Jin. 

 

 

 

 

 

ARTBOOK-Pomologie by C.POM

Man staune: Es gibt tatsächlich einen Tag des deutschen Apfels. Der wurde am 11. Januar gefeiert. Am Rande der Eifel gehören die vielen unterschiedlichen Sorten kleiner Apfelbäume untrennbar zum Landschaftsbild. Ein Anblick, den man auf keinen Fall missen möchte. 

Äpfel als Frucht, ihr Duft und ihr Geschmack, der Genuss, der mit ihrem Verzehr verbunden ist, und auch die Symbolkraft von Äpfeln, ihre Bedeutung im übertragenen Sinne empfinde ich als besonders prägnant und interessant, so dass ich sie gerne wie ein Markenzeichen nutze und meine eigene Person mit ihnen, mit der Pomologie, verknüpfe. Beim schöpferischen Arbeiten Frucht und Poesie, Poesie und Zeichnung zusammenzubringen, ist ein sinnliches Vergnügen, das sich auch beim späteren Lesen und Betrachten des ARTBOOK-Objektes einstellt. 

 

 

 

Eine meiner bevorzugten bildnerischen Arbeitsweisen ist seit ungefähr drei Jahren die Collage. Das Trennen und Zerschneiden vertrauter Motive aus Kunst- und Sachbüchern und das anschließende erneute Zusammenfügen zu surrealen Bildkompositionen nutze ich bewusst, um Überraschungseffekte zu erzielen und Irritationen hervorzurufen.
Zwei bereits 2016 entstandene Collage Gifs bzw. Clips sind nun auf Vimeo zu sehen. Paz Caplin, Visualacousmaticist aus Glasgow, hat den Sound hierzu komponiert.

 

 

Getagged mit
 

 

„Altes Jahr vergeht.

Wange in die Hand gestützt,

blicke ich ihm nach.“

 

Chji (Anf. 19.Jh.),japanischer Dichter

 

 

 

Zu meinen persönlichen Highlights an unserem Stand auf der Frankfurter Buchmesse gehörte in diesem Jahr die Begegnung mit dem Verleger der monatlich erscheinenden Zeitschrift „DAS MAGAZIN“, Till Kaposty-Bliss. Trotz aller Prominenz ganz unkompliziert, natürlich, gut gelaunt und herrlich sympathisch.

Das Berliner Magazin mit seiner weit zurückreichenden Geschichte setzt den thematischen Schwerpunkt auf Kultur und Lebensart. Sein grafisches Erscheinungsbild ist im Laufe vieler Jahrzehnte von zahlreichen bekannten Fotografen und Illustratoren (wie zum Beispiel Werner Klemke) geprägt worden.

Die Dezemberausgabe des Magazins ist seit gestern im Handel erhältlich, darin vertreten unter anderem die Berliner Journalistin, Autorin und freie Mitarbeiterin der Zeitschrift, Kathrin Schrader, diesmal mit ihrer Erzählung „Nostalgie. Erinnerungen. Der ganze Mist“ – einer Geschichte vom Weihnachtsfest, illustriert von Claudia Pomowski.

Also, nichts wie hin zum Kiosk und DAS MAGAZIN im handlichen DIN-C5-Format gekauft!

 

 

 

 

Rechtzeitig zur Frankfurter Buchmesse ist im großartigen Hermann Schmidt Verlag das neue Illustratoren-Kompendium 2017 erschienen. Der Herausgeber der „Freistil“-Bücher – Raban Ruddigkeit – präsentiert in „Freistil 6“ über 400 Illustrationen von 150 Illustratoren. Mit seinem Buchdeckel aus metallischem Glasfaserpapier inklusive Prägung und seinem spiegelnden Vor- und Nachsatz ist auch dieses Buch wieder ausgesprochen extravagant designt.
Ich freue mich schon jetzt darauf, mit den vielen lieben Freunden und Kollegen der Illustratorenszene „Freistil 6“ auf der Frankfurter Buchmesse in Halle 4.1 zu feiern.